Der richtige Stand auf dem OSFLOW

Der aufrechte lockere Stand auf dem OSFLOW ist die wichtigste Übungsposition überhaupt.
Er ist die Basis für alle weiteren Ausgangsstellungen.

Das Stehen dient in der OSFLOW-Therapie vor der Behandlung zur Befunderhebung:
Fehlstellungen, Spannungsdysbalancen und fehlendes Fließgleichgewicht werden deutlich.

Und nach der Behandlung zur funktionellen Integration der Behandlungsresultate und abspeichern der neuen Haltungsmöglichkeiten.

Der Stand ist eine funktionelle Position, weil man die Muskulatur nur soweit loslassen und entspannen kann, wie noch Kraft und Spannung für die optimale Aufrichtung nötig ist. Dieses Mittelmaß an erforderlicher Spannung nennen wir „Wohlspannung“.

Im Stehen „gegen die Schwerkraft“, ist die komplette Funktionalität gegeben zwischen den Fußsohlen und dem Scheitelpunkt, alle Gelenke sollen locker „geöffnet“, d.h. potentiell beweglich sein.

Die Wirbelsäule soll locker aufgerichtet und fließend beweglich sein. Das Becken soll wie eine Boje auf der Wasseroberfläche, frei beweglich, und doch geerdet sein.

Das Schwerelot des Körpers fällt immer in die Fußmitte, auch während der Bewegung.

Die Faszien, Muskeln und Knochen sollen in einem gemeinsamen Netzwerk (wie beim Tensegrity-Modell) aufgespannt sein.

Das richtige Stehen auf dem OSFLOW ist in zwei Übungsphasen aufgeteilt

Zunächst lernt der Anwender in der Grundposition, über die Schwerkraft sich mit den Knochen zu verbinden in den so genannten „Knochendruck“.

In der zweiten Phase, der so genannten Neutralposition, werden über eine bewusste, direkte Ansteuerung die Faszien aktiviert und der ganze Körper aufgespannt.

Durch die Schwingung des OSFLOW wird die Wahrnehmung verfeinert, um die Unterschiede in der Ansteuerung von Muskeln und Faszien zu spüren.

Lassen Sie sich gerne von einem unserer OSFLOW-Berater einweisen in den Stand und spüren Sie den Unterschied.

Im Folgenden sehen Sie zwei Checklisten für den richtigen Stand:
(Die Checklisten finden Sie auch bei Downloads zum Ausdrucken)

Checkliste für den richtigen Stand auf dem OSFLOW in der Grundposition (Knochendruck)

Das richtige Stehen auf dem OSFLOW erfolgt gemäß den Prinzipien der natürlichen Haltung und Bewegung und der OSFLOW-Methode.
Die Grundposition ist die erste Phase und zeichnet sich durch den so genannten „Knochendruck“ aus, durch das „Stehen in den Knochen“.
Die erste Phase ist die „Verwurzelung“.

  • Stellen sie sich hüft- bis schulterbreit auf den OSFLOW
  • Füße parallel zueinander, Fußspitzen zeigen gerade nach vorne.
  • Balancieren sie sich während der gesamten Übungsdauer immer wieder in ihre Fußmitte, links und rechts gleichmäßig verteilt.
  • Belasten sie den Fußballen, die Ferse und den Fußaußenrand gleichmäßig, damit das Schwerelot in die Fußmitte fällt.
  • “Öffnen” sie nun alle Gelenke und stehen sie locker, so dass sich ihr Knochenskelett “verbindet” und der so genannte “Knochendruck” entsteht.
  • Entspannen sie ihre Muskeln und balancieren sie sich in ihre Mitte.
  • Richten sie ihr Becken auf, indem sie Kreuz- und Steißbein zu den Füßen sinken lassen. Die Lendenwirbelsäule wird dadurch flacher und freier.
  • Richten sie ihre gesamte Wirbelsäule relativ gerade aus wie eine hängende Perlenkette, locker und frei beweglich.
  • Entspannen sie ihren Brustkorb und atmen sie während der gesamten Übungsdauer in den Bauch ein und aus.
  • Lassen sie ihre Schultern locker und die Schulterblätter zum Gesäß sinken.
  • Hals und Nacken sind ebenfalls locker ausgerichtet.
  • Der gesamte Körper sinkt locker und entspannt in die Knochen zur Mitte der Füße.
  • Nur der Kopf soll luftig leicht nach oben treiben, wie ein mit Gas gefüllter Luftballon, mittig ausbalanciert auf dem obersten Halswirbel (Atlas).

Was sie noch beachten sollten:

  • Bleiben sie mit ihrer Aufmerksamkeit und Wahrnehmung im Körper und korrigieren sie sich immer feiner in ihre Mitte und in ihr Fließgleichgewicht.
  • Achten sie während der gesamten Übungsdauer auf ein angenehmes und lockeres Körpergefühl.
  • Als Übungsdauer für den Stand empfehlen wir für den Anfang 3 – 5 Minuten täglich, bei Bedarf auch zweimal täglich. Die Übungsdauer kann später nach subjektivem Empfinden leicht erhöht werden.

Wenn sie Fragen haben, eine kompetente Korrektur/Überprüfung ihrer Haltung wünschen oder andere Ausgangsstellungen für das Üben wissen möchten, sprechen sie gerne mit ihrem OSFLOW-Berater.

Checkliste für den richtigen Stand auf dem OSFLOW in der Neutralposition (Faszienaktivierung)

Das richtige Stehen auf dem OSFLOW erfolgt gemäß den Prinzipien der natürlichen Haltung und Bewegung und der OSFLOW-Methode.

Die Neutralposition ist die zweite Phase und zeichnet sich durch die gezielte Faszienaktivierung bzw. das „Langziehen der Gummis“ aus. Durch den aktiven Zug entgegengesetzt der Schwerkraft neutralisieren sich die Kräfte und das subjektive Gewichtsempfinden sinkt bis zur gefühlten Schwerelosigkeit und „aufgespannt sein“, zwischen Himmel und Erde. Faszien und Knochen bilden ein elastisches Netzwerk wie beim Tensegrity-Modell.

  • Stellen sie sich hüft- bis schulterbreit auf den OSFLOW
  • Füße parallel zueinander, Fußspitzen zeigen gerade nach vorne.
  • Balancieren sie sich während der gesamten Übungsdauer immer wieder in ihre Fußmitte, links und rechts gleichmäßig verteilt.
  • Belasten sie Fußballen, Ferse und den Fußaußenrand gleichmäßig, damit das Schwerelot in die Fußmitte fällt.
  • “Öffnen” sie nun alle Gelenke und stehen sie locker, so dass sich ihr Knochenskelett “verbindet” und der so genannte “Knochendruck” entsteht.
  • Entspannen sie ihre Muskeln und balancieren sie sich in ihre Mitte.
  • Zur Aktivierung der Faszien beginnen sie nun den Beckenboden wie einen Sog hochzuziehen bis sie die weiterlaufende Bewegung entlang der Wirbelsäule spüren.
  • Dadurch richtet sich das Becken automatisch auf, der Rücken öffnet sich und die Lendenwirbelsäule wird flacher und länger.
  • Spüren sie den Zug entlang der Faszien auch durch die Beine bis zu den Füßen.
  • Ziehen sie die Fußsohlen – ebenso wie den Beckenboden – in einem Sog nach oben, als wollten sie sich an den OSFLOW mit Saugnäpfen ansaugen.
  • Wenn Becken/Zentrum und Füße über die Faszienaktivierung oder den so genannten Gummizug verbunden sind, ziehen sie die Gummis weiter hoch entlang der WS bis durch den Kopf hindurch.
  • Die Arme werden in der Neutralposition abgespreizt vom Körper bis in die Horizontale, die Handflächen zeigen nach vorne.
  • Wenn die Längsgummis (Faszien) vom Beckenboden bis zu den Füßen und hoch bis über den Kopf langgezogen sind, bringen sie den Zug durch die Schultern und Arme bis über jede Fingerspitze hinaus.
  • Der ganze Körper ist nun durch die Aktivierung und das Langziehen der Faszien in die Länge gezogen, vertikal und horizontal.
  • Achten sie darauf, nicht mit Muskeln zu arbeiten sondern gezielt die Faszien zu nutzen
  • Der ganze Körper und die Gelenke werden auseinandergezogen wie eine Ziehharmonika und das Faszien-und Bindegewebsnetzwerk aktiviert.
  • Der ganze Körper soll sich fließend und leicht anfühlen, verbunden mit der Erde und dem Himmel
  • Das Abschalten des OSFLOW sollte während des aktiven Gummizuges erfolgen, um die Leichtigkeit und Schwerelosigkeit bei gleichzeitigem Fließgleichgewicht zu genießen und in den Alltag mitzunehmen.

Weitere Details der Faszienaktivierung und Anleitung, sowie eine Korrektur, bekommen sie von ihrem OSFLOW-Berater. Fragen sie auch nach den Bewegungsübungen mit „Gummizug“ (aktivierten Faszien) oder nach dem „Larzen“ der Faszien.

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